Liebe Unterstützer*innen,

 

Die letzten Monate waren bei uns nicht nur wegen der zunehmenden Corona-Pandemie turbulent. Mit dem heutigen Newsletter wollen wir Euch auf den Stand der Dinge bringen.

Ein Weihnachtsschreck und die Auflösung

Artikeltaz vom 4. Januar 2020 - https://taz.de/!5649893/

Kurz vor Weihnachten erreichte uns und die anderen Baugruppen der Waller Mitte eine beunruhigende Nachricht der Stadt: Die Übergabe vollständig erschlossener Grundstücke (einschließlich Straße und Energieversorgung) könne nicht absehbar sichergestellt werden und es könne zudem noch eine Schadstoffbelastung des Bodens vorliegen. Die Konsequenz wäre eine deutliche Verzögerung des Grundstückkaufs und Baubeginns, mit der Folge erheblicher Mehrkosten. Außerdem stellte sich heraus, dass es für alle drei Grundstücke der Baugruppen noch keine Grundbuchblätter gibt. Das ist nicht gut, weil die Bank diese üblicherweise zur Absicherung ihrer Kredite benötigt.

Wir Baugruppen haben daraufhin zu Beginn des neuen Jahres die zuständigen Senator*innen für Bau und Finanzen angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Dies erwies sich als sehr hilfreich und so ist bereits im Januar wieder Bewegung in die Sache gekommen:

Wir haben endlich den Textentwurf des Kaufvertrages erhalten und konnten auch eine einvernehmliche Planung für den Bau der Straßenabschnitte und Versorgungsleitungen auf den Weg bringen. Bezüglich der Grundbuchblätter fand sich eine alternative Lösung, die auch die Bank mitträgt. Zudem zeigte ein Gutachten, dass es doch keine erhöhte Schadstoffbelastung der Grundstücke gibt.

 

Bauplanung und die vielen kleinen Entscheidungen

Auch die Bauplanung läuft weiter und unsere Architektinnen und Technischen Gebäudeausstatter*innen (TGA) feilen detaillierte Pläne aus, bereiten Ausschreibungen an Baufirmen vor und stellen uns immer kleinteiligere Detailfragen die wir entscheiden müssen. Dazu nutzen wir inzwischen oft auch Online-Tools, damit wir die Zeit bei unseren Treffen für wirkliche Diskussions- und Informationspunkte nutzen können und nicht Fragen wie „Soll es eine Videogegensprechanlage an der Haustür geben?“, „Wo sollen in den Räumen wie viele Steckdosen und Netzwerkanschlüsse liegen?“,„Wie soll das Licht im Keller angeschaltet werden?“ usw. im Plenum zu diskutieren.

 

Erste Auszahlung der Zinsen von Euren Direktkrediten

Viele von Euch haben uns bereits im letzten Jahr Ihre Direktkredite überwiesen. Wir werden in Kürze die für 2019 zusammengekommenen Zinsen jeweils auf das von Euch angegebene Konto überweisen.

Vielen Dank für Eure Direktkredite! Mit diesen macht Ihr unser gemeinschaftliches Haus- und Wohnprojekt überhaupt erst möglich.

Stadt.Teil.Raum - Crowdfounding Kampagne erfolgreich

Im letzten Newsletter haben wir Euch auf die Crowdfounding Kampagne Stadt.Teil.Raum der Quartiersräume im Torhaus 2 hingewiesen. Diese war erfolgreich und konnte Spenden in Höhe von 5.623€ sammeln. Vielen Dank allen die mitgemacht haben und damit einen kleinen Beitrag zur Schaffung von Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt mit Lastenrad-Verleih, allgemeiner Selbsthilfe-Werkstatt mit Repair-Café, Lebensmittel-Kooperative (Food-Coop) und Begegnungs-Foyer geleistet haben!

An den gemeinnützigen Verein Erdgeschoss Torhaus 2 e.V. kann übrigens auch weiterhin gespendet werden: IBAN DE94 4306 0967 1024 9731 00 // BIC GENODEM1GLS

Die Webseite des Vereins findet ihr hier: stadtteilraum.walle.jetzt/

 

Nächste Schritte

Die Corona-Pandemie hat auch für unser Hausprojekt Folgen. Wir sind aber weiter am Ball und versuchen bestmöglich mit der neuen Situation umzugehen. Physische Treffen wollen wir vorerst aufs notwendige Minimum reduzieren und probieren neben den sowieso schon genutzten Online-Tools jetzt auch Video- und Telefonkonferenzen aus.

Waller Mitte im Februar 2020Die Waller Mitte im Februar: rechts im Bild unser Bunkergrundstück

 

Die Verhandlungen mit der Stadt zum Kaufvertragstext sind leider noch nicht weit genug fortgeschritten, sodass wir darauf gerade einen Fokus gelegt haben. Unsere Bank steht in den Startlöchern um den Kreditvertrag vorzubereiten, wartet aber unter anderem noch auf den Kaufvertrag des Grundstücks und braucht dann wegen Corona und den jetzt gehäuften eiligen Kleinkreditanfragen von Unternehmen wahrscheinlich einige Wochen länger bis zum Vertragsabschluss. Die Einschätzung unserer Architektinnen ist, dass es wegen Corona bei den großen Baufirmen zu keiner großen Verzögerung kommen wird. Drückt uns die Daumen, denn dann kann es vielleicht wirklich schon im Mai losgehen.

 

Wir wünschen Euch jedenfalls Gesundheit und schicken viele Grüße,

Hafen*Haus & Solidarisch_Wohnen