Wir sind …


… eine Gruppe von zehn Lesben* zwischen 30+ und 60+ Jahren, die seit 2015 gemeinsam das Wohnprojekt Hafen*Haus realisieren wollen.
Wir schaffen Wohnraum für 12 Frauen*Lesben*Trans*Inter* und nonbinäres Leben. Ein Großteil unserer Gruppe kennt sich schon seit Jahrzehnten aus verschiedensten Zusammenhängen und in unterschiedlichen Rollen.

Wir möchten solidarisch und mit möglichst viel Spaß den Alltag und das für die meisten von uns nicht mehr ganz so ferne Alter gemeinsam gestalten. Im Projekt wollen wir uns gegenseitig unterstützen und Alltagsarmut und –isolation kreativ entgegenwirken. Wir wollen ein gutes Leben aktiv mit anderen gestalten, Dinge und Fähigkeiten untereinander und mit Anderen teilen und gemeinsame Aktivitäten organisieren – bis hinein in den Stadtteil.
Uns allen ist unsere feministische, antirassistische- und antikapitalistische Haltung wichtig.Foto Platz

Wir wollen in unserem Hausprojekt generationsübergreifendes, altersunabhängiges und barrierearmes Wohnen schaffen.

Um das zu ermöglichen, haben wir uns im  Mietshäuser Syndikat organisiert.

Somit wird unser Haus kein Privateigentum, sondern es gehört immer denen, die darin wohnen.

Wir ermöglichen damit auf Dauer bezahlbaren Wohnraum in Bremen - nicht nur für uns, sondern auch für zukünftige Generationen.

Gemeinsam mit der Baugruppe „Solidarisch Wohnen“ werden wir auf dem Dedesdorfer Platz unser Haus bauen. Unter einem Dach, in zwei unabhängigen Vereinen (Hafen*Haus und Solidarisch Wohnen) und einer gemeinsamen GmbH organisiert, mit dem Mietshäusersyndikat als Gesellschafterin*, werden beide Wohnprojekte autonom und solidarisch zusammen leben.

Wir arbeiten in kleineren Arbeitsgruppen, um die unterschiedlichen Bereiche des Projektes abzudecken. Das sind die Prozess- und Konzept-AG, die Finanz-AG, die Rechts-AG und die Bau- AG. Vernetzungstreffen mit den anderen Wohnprojekten auf dem Platz und der Bürgerinitiative „Waller Mitte“ gehören auch dazu. Ein Sache, die uns dabei wichtig ist: das Konsens-Prinzip. Anstatt abzustimmen und damit Minderheiten überzubügeln, haben wir Strukturen der Entscheidungsfindung, durch die alle Gehör finden und mit denen die Lösungen gesucht werden, mit der alle am Besten leben können.

Uns ist wichtig, dass alle an allen Entscheidungen beteiligt sind. Unsere Gruppe ist getragen von bewährten Organisations- und Kommunikationsstrukturen. Dazu nutzen wir seit Jahren erfolgreich ein mehrstufiges Konsensverfahren. Sollte es mal Konflikte geben, haben wir Konzepte um diese zu bewältigen.

Wir wollen Verantwortung füreinander übernehmen und gestalten unseren Wohnraum deshalb so, dass eine Vielfalt von Wohn- und Lebensformen darin Platz hat.

Besonderen Wert legen wir auf die Schaffung von Gemeinschaftsräumen, z. B. eine Projektküche, in der wir uns alle gemeinsam treffen können. Es ist uns wichtig, weitestgehend ökologisch     zu bauen und zu leben. Wir haben ein autoreduziertes Mobilitätskonzept.

Wir wollen so barrierearm wie möglich bauen.

Verschiedene Wohnungsschnitte und bauliche Flexibilität ermöglichen eine Anpassung der Wohnungen an veränderte Lebenssituationen.

Es ist kein Eigenkapital nötig, um bei uns mitzumachen. Wir haben unsere Finanzierung auf eine breite und solide Basis gestellt in dem wir neben Bankkrediten und dem, was einige von uns    selbst mitbringen, auch auf das solidarische System der Direktkredite setzen.

Weil wir uns im Rahmen des Dachkonzepts nachbarschaftlich vernetzen, schaffen wir Räume, die wir gemeinsam nutzen und anderen zur Verfügung stellen können; z.B. Werkstätten und die   Food-Koop im Torhaus 2. So können wir unsere Fähigkeiten und Ressourcen teilen und uns als Teil der Gemeinschaft im Stadtteil einbringen.

*Hinweis zu unserer Schreibweise:
Das Sternchen hinter Lesben* steht für die Vielfältigkeit der Identitäten, die sich hinter der Bezeichnung verbergen – sei es in Kategorien wie Geschlecht (z.B. Frauen*, Trans*, Inter*) oder auch Kultur, Klassenzugehörigkeit, körperliche Ausgangslage u.a.m..